Sie haben Fragen? Rufen Sie uns an: 0221. 941 888 2

4 Apr 2017

Der Firmenwagen im Unternehmen Das Fahrtenbuch!

//
Comments0

Firmenwagen und Fahrtenbuch

Wir haben in unserem Blog das Thema Firmenwagen zum Schwerpunkt. Hierzu haben wir einige Themen von www.lexware.de für Sie zusammengestellt.

Heute schreiben wir über den Firmenwagen und das Fahrtenbuch. Im nächsten Blog folgen die 1-Prozent-Regel und die Abschreibungen.

Grundsätzlich

Wenn Unternehmer ihren Firmenwagen privat nutzen, gibt es immer wieder Ärger mit dem Finanzamt. Auslöser ist der geldwerte Vorteil, für den der Fiskus Lohnsteuer kassieren will. Die Regeln sind nur scheinbar eindeutig: Entweder Sie führen ein Fahrtenbuch oder Sie versteuern die private Nutzung Ihres Firmenwagens pauschal (1-Prozent-Methode). Doch in beiden Fällen gibt es Stolperfallen. Nur wenn Sie alle Vorschriften des Finanzamts kennen und genau rechnen, finden Sie die für Sie steuerlich günstigste Lösung.

Zunächst einmal sollten Sie ermitteln, wofür Sie den Firmenwagen nutzen. In den allermeisten Fällen nutzen selbstständige Unternehmer ihren Firmenwagen auch privat. Wenn das Fahrzeug nur dienstlich (also lohnsteuerfrei) genutzt wird, erkennt das Finanzamt das deshalb nur an, wenn in Ihrem Haushalt ein adäquater Zweitwagen zur Verfügung steht. Laut Finanzgericht (FG) Köln nutzt der Geschäftsführer den Firmenwagen grundsätzlich auch privat, wenn er keinen Privat-Pkw besitzt. Selbst ein privater Nutzungsverzicht genügt hier nur in Ausnahmefällen, beispielsweise wenn Sie ihn mit Taxiquittungen, Fahrscheinen öffentlicher Verkehrsmittel usw. belegen können.

In der Praxis nutzen Unternehmer den Firmenwagen beispielsweise für

  • dienstliche Fahrten
  • private Fahrten
  • Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsplatz
  • Fahrten im Zusammenhang mit einer doppelten Haushaltsführung

Welche Besteuerung (Fahrtenbuch oder 1-Prozent-Methode) der privaten Fahrten für Sie am günstigsten ist, müssen Sie oder Ihr Steuerberater individuell ermitteln. Dabei müssen Sie folgende Parameter berücksichtigen:

  • gefahrene Kilometer
  • Umfang der Privatnutzung
  • Aufwand zur Führung des Fahrtenbuchs
  • Entfernung Arbeitsstätte/Wohnung
  • Art des Fahrzeugs
  • weitere Verwendung
  • individuelle Gewohnheiten

Wechsel der Besteuerungswahl

Die einmal gewählte Methode zur Besteuerung kann nur zum Jahreswechsel geändert werden. Es sei denn, es wird während des Jahres ein neues Fahrzeug angeschafft. In diesem Fall kann die Methode der Berechnung des Nutzungswerts zum Zeitpunkt der Anschaffung des Fahrzeugs bestimmt werden.

Das Fahrtenbuch: aufwendig, aber genau

Für den Nachweis per Fahrtenbuch müssen folgende Fahrten unterschieden und im Fahrtenbuch dokumentiert werden:

  • dienstliche Fahrten
  • private Fahrten
  • Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte
  • Familienheimfahrten

Die tatsächlich entstandenen Kosten müssen durch Belege nachgewiesen werden. Der private Nutzungswert ist der Anteil an den Gesamtkosten des Fahrzeugs, der auf die Privatfahrten entfällt. Die Gesamtkosten setzen sich aus den Aufwendungen (zuzüglich Umsatzsteuer) und den Abschreibungen (Aufwendungen für Abnutzung) zusammen. Unfallkosten gehören ebenfalls zu den Gesamtkosten. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Unfall während einer Privatfahrt oder während einer dienstlichen Fahrt passiert. Um die Abschreibung zu ermitteln, teilt man die tatsächlichen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten (zuzüglich Umsatzsteuer) durch die voraussichtliche Nutzungsdauer des Firmenwagens. Die voraussichtliche Nutzungsdauer beträgt bei Neuwagen in der Regel 6 Jahre. Bei Gebrauchtwagen verkürzt sich die voraussichtliche Nutzungsdauer entsprechend.

Pflichtangaben im Fahrtenbuch

  • Datum
  • Kilometerstand
  • Reiseziel
  • bei Umwegen die Reiseroute
  • Reisezweck
  • aufgesuchter Geschäftspartner

Bei privaten Fahrten reicht es, die Kilometer zu vermerken. Für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte genügt ein kurzer Vermerk. Auch Familienheimfahrten müssen Sie aufzeichnen. Für einige Berufsgruppen gibt es Erleichterungen beim Führen von Fahrtenbüchern. In diesen Fällen muss nur notiert werden, welcher Kunde an welchem Ort besucht wurde. Werden stets die gleichen Kunden besucht, darf eine Kundenliste angelegt werden. Dann wird nur die jeweilige Listennummer als Ziel ins Fahrtenbuch eingetragen. Diese Erleichterungen treffen zu für folgende Berufsgruppen:

  • Handelsvertreter
  • Kurierdienstfahrer
  • Taxifahrer
  • Fahrlehrer
  • Automatenlieferanten
  • andere Berufsgruppen, die beruflich/betrieblich regelmäßig große Strecken mit mehreren unterschiedlichen Reisezielen zurücklegen

Tipp: Elektronisches Fahrtenbuch

Eine erhebliche Erleichterung sind elektronische Fahrtenbücher. Das elektronische Fahrtenbuch wird vom Finanzamt allerdings nicht anerkannt, wenn nachträgliche Manipulationen möglich sind. Änderungen müssen zumindest erkennbar sein, sonst kann das Finanzamt das Fahrtenbuch ablehnen. Wird das Fahrtenbuch des Firmenwagens vom Finanzamt wegen fehlender Angaben nicht anerkannt, wird für die Besteuerung der Privatfahrten alternativ die 1-Prozent-Regelung angewandt.

Perfektes Ergebnis: Das manipulationssichere Fahrtenbuch-PDF

Sie sind bereit für den Wechsel zum elektronischen Fahrtenbuch? Probieren Sie noch heute das elektronische Fahrtenbuch von Lexware aus.

 

Quellenangabe: www.lexware.de

Gerne werden wir weitere Themen für Sie zusammentragen.

Weitere Themen zum Firmenwagen finden Sie hier:

Zu diesem Thema finden Sie auch ein Whitepaper zum Download.

Bei weiteren Fragen und Preisen und Rabatten sprechen Sie uns einfach an.

Weiter Infos erhalten Sie auch bei Lexware direkt und für ein Angebot rufen Sie uns einfach an.

Mit besten Grüßen

Alexander Dilly

Erfolgsbüro
Lexware Gold Partner / Cobra Sales Partner
Zülpicher Str. 305
50937 Köln

Lexware_Gold

Telefon 0221 / 941 888 2
Telefax 0221 / 941 888 3

E-Mail info@erfolgsbuero.de
Internet www.erfolgsbuero.de
Umsatzsteuer-ID-Nr. DE 243 137 140

Leave a Reply