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6 Apr 2017

Der Firmenwagen im Unternehmen 2 Die 1 % Methode!

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Firmenwagen und 1-Prozent-Regel

Wir haben in unserem Blog das Thema Firmenwagen zum Schwerpunkt. Hierzu haben wir einige Themen von www.lexware.de für Sie zusammengestellt.

Heute schreiben wir über den Firmenwagen und die 1-Prozent-Regel. Im nächsten Blog folgen weiter Infos zum Firmenwagen.

1-Prozent-Regel

Wenn Sie sich bei der Besteuerung der Privatfahrten mit Ihrem Firmenwagen für die „pauschale Bestimmung des privaten Nutzungswertes“ (1-Prozent-Methode) entscheiden, müssen Sie für die privaten Fahrten monatlich ein Prozent des inländischen Listenpreises inklusive Umsatzsteuer (Bruttolistenpreis) als geldwerten Vorteil versteuern. Für die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte werden zusätzlich 0,03 Prozent des inländischen Bruttolistenpreises Ihres Firmenwagens pro Kilometer und Monat fällig. Damit sind sämtliche Privatfahrten wie Urlaubsfahrten oder Heimfahrten zum Mittagessen abgegolten (Ausnahme: Familienheimfahrten bei doppelter Haushaltsführung). Kürzungen dieser Beträge können nicht vorgenommen werden.

Reduzierung des geldwerten Vorteils

Vom Ansatz des vollen monatlichen geldwerten Vorteils wird abgesehen, wenn Sie nachweisen können, dass Ihnen das Firmenfahrzeug einen vollständigen Monat nicht zur Verfügung stand (Reparatur, Urlaub, Kur, längerer Auslandsaufenthalt).

Nicht jeder Firmenwagen wird steuerlich anerkannt

So wie das Geschäftsführer-Gehalt laut Finanzamt höchstens „angemessen“ sein darf, so muss auch der Firmenwagen, den der Geschäftsführer fährt, „angemessen“ sein und der wirtschaftlichen Situation und der Ertragslage der GmbH entsprechen. In der Praxis sorgt meistens der Steuerberater dafür, dass hier die Relationen eingehalten werden. Fakt ist, dass Streitfälle um den Firmenwagen relativ selten vor dem Finanzgericht landen (z. B. bei einem überdimensionierten Geländewagen / „Hummer“). Meistens muss der Geschäftsführer der Auffassung des Finanzamts dann klein beigeben.

Hilfreiche Anhaltspunkte für die Angemessenheit von Firmenwagen gibt der Bundesfinanzhof (BFH, Urteil vom 29.4.2014, VIII R 20/12). Für einen Freiberufler (hier: Tierarzt) hatte das Finanzamt die Leasingrate für einen Ferrari Spider nicht zum Betriebsausgabenabzug zugelassen. Dazu führen die Münchner Richter aus:

  • Die Grenzen für den Abzug unangemessener Aufwendungen gelten auch für die Beschaffung ausschließlich betrieblich genutzter PKW.
  • Im Streitfall sind die Aufwendungen für das Fahrzeug wegen des absolut geringen betrieblichen Nutzungsumfangs des Sportwagens sowie wegen der Beschränkung der wenigen Fahrten auf Reisen zu Fortbildungsveranstaltungen oder Gerichtsterminen und damit wegen fehlenden Einsatzes in der berufstypischen tierärztlichen Betreuung einerseits und des hohen Repräsentations- sowie privaten Affektionswert eines Luxussportwagens für seine Nutzer andererseits unangemessen.
  • Zur Berechnung des angemessenen Teils der Aufwendungen kann auf durchschnittliche Fahrtkostenberechnungen für aufwändigere Modelle gängiger Marken der Oberklasse in Internetforen zurückgegriffen werden.

Beachten Sie: Das Finanzgericht Nürnberg macht in einem früheren Urteil sogar konkrete Zahlen­vorgaben: Liegen die Anschaffungskosten + Aufwendungen für das Fahrzeug (hier: Porsche 911 Turbo Coupe) bei 36 % des jährlichen Gesamtumsatzes, liegt eine Angemessenheit auf keinen Fall mehr vor (FG Nürnberg vom 28.2.2008, IV 94/2006). Geschäftsführer kleinerer Unternehmen sollten bei der Anschaffung eines neuen Firmenwagen (auch: Leasing) darauf achten, dass die Relation stimmt. Geht die Rechnung mit dem Finanzamt schlussendlich nicht auf, kann das ganz schön ins Geld gehen.

Gesellschafter-Geschäftsführer: Das Problem mit der Umsatzsteuer

Nutzt der Gesellschafter-Geschäftsführer den Firmenwagen für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte, ist dafür laut Finanzamt nicht nur Lohnsteuer (0,03 % des Bruttolistenpreises) fällig. Zusätzlich will das Finanzamt auf die 1 % – Methode auch noch 19 % Umsatzsteuer berechnen. Und zwar dann, wenn der Firmenwagen dem GmbH-Vermögen zuzurechnen ist und die Nutzung des Firmenwagens „gesellschaftsrechtlich“ veranlasst ist (§ 1 Abs. 1 Nr. 1 Satz 1 UStG). Konkret wird geprüft: Ist der Geschäftsführer als Arbeitnehmer unterwegs oder ist er in seiner Eigenschaft als Gesellschafter der GmbH unterwegs?

Noch ist der Fall nicht entschieden. Der Bundesfinanzhof hat den Fall zu erneuten Prüfung an das Finanzgericht zurück verwiesen (BFH, Urteil vom 5.6.2014, XI R 2/12). Man darf gespannt sein, welche Kriterien das Gericht erfindet, um zwischen der Nutzung des Firmenwagens als Arbeitnehmer und der Nutzung als Gesellschafter der GmbH zu unterscheiden.

Quellenangabe: www.lexware.de

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Mit besten Grüßen

Alexander Dilly

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